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Durchbruch beim größten Infrastrukturprojekt Neuseelands

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Anfang Oktober kam es zum Durchbruch der ersten Röhre beim Projekt Waterview Connenction.

Nach ca. 11 Monaten Vortrieb waren die ersten 2,4 km geschafft. Die TBM wird nun gedreht und fährt in die andere Richtung die zweite Röhre auf.

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

Auch in diesem Jahr waren wir wieder auf der Intergeo, der Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, vertreten.

Die Intergeo fand vom 07.-09. Oktober 2014 in der Messe Berlin statt. Wir waren in Halle 1 am Stand C1.058 mit den Fachbereichen Deformationsmonitoring und Industrievermessung vertreten. Mit jährlich über 16.000 Besuchern aus 92 Ländern vor Ort, ist die Intergeo eine der wichtigsten Plattformen des Branchendialogs weltweit.

Auf der Website der Intergeo sehen Sie die ersten Nachbereichte und Bilder der Messe.

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Das zu erstellende Bauwerk stellt einen Leerkanal unter der Elbe her, vom Schleswig-Holtsteinischen Ufer bei der Gemeinde Hetlingen hinüber auf die Elb-Insel Lühesand in Niedersachsen.

Der Kanal soll ein bestehendes Bauwerk ersetzen, welches sicherheitstechnisch nicht mehr den aktuellsten Anforderungen entspricht. So befindet sich der derzeitige Kanal abschnittsweise schon jetzt nicht tief genug unter dem Flussgrund. Im Kontext der anstehenden Elbvertiefung rückt der Kanal außerdem weiter dem Grund entgegen.

Daher wurde die ARGE Elbedüker (Fa. A.Hak Drillcon aus den Niederlanden) von der Betreibergesellschaft Gasunie / OpenGridEurope damit beauftragt den neuen Tunnels zu bauen.

05_Hetlingen

Der Zweck des neuen Bauwerks ist es hauptsächlich als Träger zweier Hochdruck-Gaspipelines mit 750 mm Durchmessern zu dienen, welche maßgeblich ins gesamteuropäische Gasnetz eingebunden werden und so einen Beitrag zur Gas-Versorgung Hamburgs, Schleswig-Holtsteins, aber auch für den Anschluss an den Skandinavischen Markt ermöglichen.

Dasselbe gilt für die zu verlegende Glasfaserleitungen zur weiteren Verbesserung und Erschließung des Kommunikationsmarktes.

Die Gasunie als Unternehmen im Rohstoffmarkt hat sehr hohe Sicherheitsvorstellungen, die es beim Bau zu erfüllen gilt.

Die VMT GmbH ist mit Ihren Tochter- und Partnergesellschaften ITC Engineering, Bechler Kommunikationstechnik und Checkpoint Vermessung Lieferant für die Qualitätssicherung in vielfältiger Hinsicht:

Die Navigation der Tunnelbohrmaschine, die einen Tunnel in der Größe von DN2400 auffährt, wird mittels des VMT Systems SLS Microtunnelling-LT gesteuert. Dieses System beruht auf der Technologie der mitfahrenden Lasers, welches eine über Jahre erprobte und ausgereifte Art der VMT-Navigation darstellt.

Hetlingen_Hades

Durch die Netzwerkseitige Anbindung an die SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) der Herrenknecht Tunnelbohrmaschine findet eine permanent andauernde Datenaufnahme aller zur Verfügung stehenden Maschinendaten statt.

Um diesen großen Datenzufluss effektiv und präventiv nutzen und auswerten zu können, eignet sich das webbasierte Datenmanagementsystem IRIS.microtunnel ausgezeichnet. Dies ist ein Produkt, welches in Kooperation zwischen der VMT GmbH und der ITC Engineering GmbH & Co KG entwickelt wurde.

In diesem können anlaufende Daten aus den verschiedensten Bereichen aufgenommen und verarbeitet werden. In diesem Projekt geht es im speziellen um Maschinen- und Navigationsdaten, sowie die Anbindung eines GeoScanners (akustisches Messsystem zur Bestimmung der Korngrößen und –verteilung des auf der Förderleitung transportierten Materials) sowie der Realisierung eines automatischen Alarming bei Überschreitung von Grenzwerten.

Bevor die Arbeiten des Rohrvortriebes aufgenommen wurden, hat eine Soll-Stützdruckberechnung stattgefunden. Bei Projekten, wie in diesem Fall einer Elbunterquerung, ist eine solche mathematische Betrachtung im Vorfeld notwendig. IRIS.microtunnel überwacht die Einhaltung der Soll-Stützdrücke mit einer parallel stattfindenden Betrachtung der Tide der Elbe, welche hier Einflüsse ausübt.

Das Sicherheitskonzept der Baustelle wird durch die Kommunikationsinfrastruktur HADES realisiert: Das WLAN- und Glasfaser-basierte System ist Lieferant von Videobildern und Gaswarnwerten, stellt die Netzwerkverbindung für den installierten Geoscanner bereit, stattet das Personal auf der Baustelle mit Mobiletelefon und integrierter Gas- und Feueralamierung aus und sorgt für eine Zugangskontrolle in den Schacht via RFID-Tags.

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Istanbul, die größte Stadt der Türkei, ist ein riesiger Ballungsraum mit 14 Mio. Menschen. Als Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, wird sie vom Bosporus durchschnitten, der Meerenge, welche das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer verbindet.

Neben einem regen Fährverkehr findet ein großer Teil des täglichen Pendler-Verkehrs über die wenigen Brücken statt, die den Bosporus überspannen. Istanbul lebt mit einem täglichen Verkehrs-Infarkt. Mit dem Marmaray-Tunnel wurde bereits ein U-Bahn Tunnel unter den Bosporus gelegt. Mit dem nun begonnenen Projekt des Strait Road Crossing soll auch ein markanter Anteil des interkontinentalen Autoverkehrs unter das Meer verlegt werden.

Der Bau des Tunnels fügt sich in das größere Projekt des Neu- und Ausbaus des Istanbuler Autobahnnetzes ein. Ein Konsortium aus türkischen und südkoreanischen Baufirmen (Yapi Merkezi und SK Engineering) verantwortet den Bau des Tunnels in einer öffentlich-privaten Partnerschaft

Mittels einer ca. 14 m-Durchmesser-Herrenknecht-Tunnelbohrmaschine wird eine, auf bis zu 80 m unter dem Meeresspiegel liegende, 3.350 m lange Trasse aufgefahren. Die Röhre wird im End-Ausbaustadium zwei Ebenen enthalten: je eine für jede Fahrtrichtung.

VMT Systemtechnik hilft den Verantwortlichen die hohen Qualitätsanforderungen, die dieses riesige Projekt mit sich bringt, einzuhalten:

In der durch Yapi Merkezi ebenfalls verantworteten Tübbingproduktion hilft das VMT Segment Documentation System SDS den Ingenieuren beim Versorgungsmanagement und dem Qualitätsmanagement aller Betonsegmente für den Tunnelausbau.

Instanbul_Tübbing

Das lasergesteuertes Navigationssystem namens TUniS TBM Laser navigiert die Tunnelbohrmaschine millimetergenau durch den Untergrund. Mit genauem Input des VMT GAPtrix Systems wird die in TUnIS integrierte Ringfolgeberechnung bei der Berechnung der zu bauenden Ringe unterstützt. Die Ringfolgebrechnung unterstützt ihrerseits die Planung der Transportlogistik in den Tunnel, in Anbindung an das auch oberirdisch auf dem Baufeld installierte SDS. Die an die Ringfolgeberechnung angeschlossene TUnIS Ringebenheitsprüfung kontrolliert jeden Ring auf Einhaltung notwendiger Ebenheit, um Abplatzungen durch Punktlasten zu verhindern.

Istanbul_Baustelle

Eine durchgängige Prozesskontrolle der relevanten TBM-Daten erfolgt über das überall verfügbare, webbasierte Risk and Information System IRIS. IRIS ermöglicht den verantwortlichen Managern darüber hinaus eine detaillierte Schichtprotokollierung zur Leistungssteigerung von Schichten und Maschine verbunden der Planung von Wartungsjobs.

Bei diesem Projekt kommen zum Einsatz:

Ein umfangreiches Paket mit maßgeschneiderten Navigations- und Steuerungssystemen von VMT übernimmt Schlüsselfunktionen im Großtunnelvortrieb für das Projekt Waterview Connection in Auckland.

Im Stadtautobahnring von Auckland klafft im Westen zwischen dem Highway 16 und dem Highway 20 eine Lücke, die den Verkehr ausbremst. Das Großprojekt Waterview Connection wird diese Lücke schließen und die dringend benötigte direkte und schnellere Anbindung des Flughafens an den Central Business Disctrict (CDB) schaffen. Das Herzstück der Waterview Connection ist ein doppelröhriger, 2 x 2,43 km langer Tunnel mit jeweils drei Fahrspuren. Für den Tunnelvortrieb kommt seit Ende Oktober 2013 ein EPB-Schild (Ø 14,41 m) von Herrenknecht zum Einsatz. Neuseelands Transportminister Gerry Brownlee sagte anlässlich der Andrehfeier über das Bauvorhaben: „Das Projekt ist eine signifikante Investition der Regierung in den strategischen Autobahnausbau, der Aucklands Bevölkerung entlastet und die Wirtschaft unterstützt.“

Die VMT GmbH konfigurierte für den Tunnelvortrieb in Auckland in enger Abstimmung mit den Projektpartnern ein umfangreiches Paket mit gezielt angepassten Navigations- und Steuerungssystemen. Die VMT-Systeme überwachen und regulieren für den Baufortschritt relevante Parameter und Schnittstellen und unterstützen somit die Projektverantwortlichen bei der Prozesssteuerung und Qualitätssicherung.

VMT Auckland Waterview

Das Laser-basiert Navigationssystem TUnIS vermisst millimetergenau die Position der 14,4-Meter-TBM in Relation zur geplanten Tunneltrasse. TUnIS überträgt die Messdaten auf die Monitore des Maschinenfahrers, der die Maschine präzise durch den Untergrund steuert. In TUnIS integriert ist die Ringfolgeberechnung. Sie bestimmt in Abhängigkeit von beispielsweise Kurvenradius und Querschlagbau, welche Tübbingtypen für die folgenden Ringbausequenzen auf der Maschine benötigt werden. In die Ringfolgeberechnung gehen die Daten aus der Schildschwanzluftmessung durch das VMT-System GAPtrix ein.

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Insgesamt über 24.000 Segmente produziert das Tübbingwerk in Auckland, plus über 2.400 Betonfertigteile für den Ausbau der Tunnelsohle. Die Produktion der Segmente, einschließlich der verwendeten Materialien, ihre Lagerung auf drei Lagerplätzen und ihre Just-in-time-Logistik überwacht, steuert und dokumentiert das Segment Documentation System SDS von VMT.

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Mit dem Integrierten Risiko- und Informationssystem IRIS steht in Auckland ein übergeordnetes System für ein leistungsfähiges Prozessdatenmanagement zur Verfügung. IRIS erfasst und analysiert alle relevanten Vortriebsdaten, deren Aufbereitung und Datenbankspeicherung die kompetente Steuerung der Großbaustelle unterstützt.

Projektpartner

Lieferumfang der VMT GmbH