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September 2014

Elbedüker Hetlingen

Das zu erstellende Bauwerk stellt einen Leerkanal unter der Elbe her, vom Schleswig-Holtsteinischen Ufer bei der Gemeinde Hetlingen hinüber auf die Elb-Insel Lühesand in Niedersachsen.

Der Kanal soll ein bestehendes Bauwerk ersetzen, welches sicherheitstechnisch nicht mehr den aktuellsten Anforderungen entspricht. So befindet sich der derzeitige Kanal abschnittsweise schon jetzt nicht tief genug unter dem Flussgrund. Im Kontext der anstehenden Elbvertiefung rückt der Kanal außerdem weiter dem Grund entgegen.

Daher wurde die ARGE Elbedüker (Fa. A.Hak Drillcon aus den Niederlanden) von der Betreibergesellschaft Gasunie / OpenGridEurope damit beauftragt den neuen Tunnels zu bauen.

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Der Zweck des neuen Bauwerks ist es hauptsächlich als Träger zweier Hochdruck-Gaspipelines mit 750 mm Durchmessern zu dienen, welche maßgeblich ins gesamteuropäische Gasnetz eingebunden werden und so einen Beitrag zur Gas-Versorgung Hamburgs, Schleswig-Holtsteins, aber auch für den Anschluss an den Skandinavischen Markt ermöglichen.

Dasselbe gilt für die zu verlegende Glasfaserleitungen zur weiteren Verbesserung und Erschließung des Kommunikationsmarktes.

Die Gasunie als Unternehmen im Rohstoffmarkt hat sehr hohe Sicherheitsvorstellungen, die es beim Bau zu erfüllen gilt.

Die VMT GmbH ist mit Ihren Tochter- und Partnergesellschaften ITC Engineering, Bechler Kommunikationstechnik und Checkpoint Vermessung Lieferant für die Qualitätssicherung in vielfältiger Hinsicht:

Die Navigation der Tunnelbohrmaschine, die einen Tunnel in der Größe von DN2400 auffährt, wird mittels des VMT Systems SLS Microtunnelling-LT gesteuert. Dieses System beruht auf der Technologie der mitfahrenden Lasers, welches eine über Jahre erprobte und ausgereifte Art der VMT-Navigation darstellt.

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Durch die Netzwerkseitige Anbindung an die SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) der Herrenknecht Tunnelbohrmaschine findet eine permanent andauernde Datenaufnahme aller zur Verfügung stehenden Maschinendaten statt.

Um diesen großen Datenzufluss effektiv und präventiv nutzen und auswerten zu können, eignet sich das webbasierte Datenmanagementsystem IRIS.microtunnel ausgezeichnet. Dies ist ein Produkt, welches in Kooperation zwischen der VMT GmbH und der ITC Engineering GmbH & Co KG entwickelt wurde.

In diesem können anlaufende Daten aus den verschiedensten Bereichen aufgenommen und verarbeitet werden. In diesem Projekt geht es im speziellen um Maschinen- und Navigationsdaten, sowie die Anbindung eines GeoScanners (akustisches Messsystem zur Bestimmung der Korngrößen und –verteilung des auf der Förderleitung transportierten Materials) sowie der Realisierung eines automatischen Alarming bei Überschreitung von Grenzwerten.

Bevor die Arbeiten des Rohrvortriebes aufgenommen wurden, hat eine Soll-Stützdruckberechnung stattgefunden. Bei Projekten, wie in diesem Fall einer Elbunterquerung, ist eine solche mathematische Betrachtung im Vorfeld notwendig. IRIS.microtunnel überwacht die Einhaltung der Soll-Stützdrücke mit einer parallel stattfindenden Betrachtung der Tide der Elbe, welche hier Einflüsse ausübt.

Das Sicherheitskonzept der Baustelle wird durch die Kommunikationsinfrastruktur HADES realisiert: Das WLAN- und Glasfaser-basierte System ist Lieferant von Videobildern und Gaswarnwerten, stellt die Netzwerkverbindung für den installierten Geoscanner bereit, stattet das Personal auf der Baustelle mit Mobiletelefon und integrierter Gas- und Feueralamierung aus und sorgt für eine Zugangskontrolle in den Schacht via RFID-Tags.

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